Remoteless – Android, AirPlay und OSX -> Multiroom Audio

Mal wieder etwas Neues zum Thema Multiroom-Audio mit Android.

Nachdem ich mein iPad3 verkauft habe und mir ein Nexus 7 als – mehr als vollwertigen – Ersatz zugelegt habe, ( ein Post hierzu ist in Arbeit) besitze ich kein einziges iOS Gerät mehr. Damit ist meine hier zuletzt geschilderte Lösung für mich nicht mehr nutzbar, da diese als Fernbedienung ein iOS-Gerät erfordert.

Ich hätte mich also damit abfinden können meine Musik nur noch vom MacBook aus zu steuern. Oder ich hätte mich auf die Suche nach einer neuen Lösung für meine geänderte Ausgangssituation machen können. Letzteres brachte mich zu Remoteless. Hierbi handelt es sich um eine App, mit der man Spotify auf dem Rechner von Android-Geräten aus fernbedienen kann. Um Remoteless nutzen zu können, muss man den Remoteless Helper installieren, den es sowohl für Windows als auch für OSX gibt.

Nutzt man auf OSX auch, so wie ich es tue, Rogue Amoeba’s Airfoil, so kann man sich doppelt freuen. Denn die Apps verstehen sich bestens untereinanger. Mit der Remoteless App für Android kann man nämlich ebenfalls Airfoil verbedienen. Damit hat man – im Gegensatz zur iOS-Lösung – die volle Kontrolle in einer einzigen App.

Damit kann ich jetzt wieder meine Musik vom MacBook abspielen und von allen meinen mobilen Geräten aus fernbedienen. Dazu kann ich jetzt aus der gleichen App heraus auch noch bestimmen, in welchen Räumen die Musik in welcher Lautstärke erschallen soll.

Für mich grade die perfekte Lösung!

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Airplay für Android. Multiroom fähig.

Alle Audioquellen vom Android-Handy oder -Tablet an einen Airplay-Lautsprecher zu streamen, ist das einzige, was mir in meiner Androidwelt noch fehlt.

Mit AirAudio gibt es diese Möglichkeit jetzt – zumindest für gerootete Geräte. Im nicht gerooteten Zustand können zwar die Sounds, welche durch das Mikrofon aufgenommen werden, über AirPlay ausgeben werden. Eventuel noch halbwegs lustig für eine Karaoke-Party, aber für den angestrebten Zweck kaum zu gebrauchen.

Die App ist gratis im Play-Store zu haben. Nach der Installation kann man, sofern das Gerät gerootet ist, als Audioquelle System-Audio auswählen. Will man die App wirklich nutzen, fallen allerdings 4,99€ an, die man per InAppEinkauf abrücken darf. Ansonsten werden recht nervige Pieptöne eingeblendet.

Da die App aber in diesem Stadium wirklich schon beeindruckend gut funktioniert und die Möglichkeiten, die sich durch sie bieten wirklich großartig sind, ist sie den Preis meiner Meinung nach wert.

AirAudio Audioquellen

Die Wahl der Audioquelle

Wählt man System-Audio das erste mal aus, muss man der App zunächst Root-Rechte einräumen, anschließend wird eine Audio-Erweiterung installiert. Bei mir hat die Installation der Audio-Erweiterung nicht auf Anhieb geklappt. Es kam die Meldung, ich solle zuerst die Verbindung zu einem Bluetoothgerät trennen. Bluetooth war aus und es war definitiv nichts per Bluetooth verbunden. Ein Neustart hat das Problem behoben.

Wahl des AirPlay-Lautsprechers

Wahl des AirPlay-Lautsprechers

Ist diese Hürde genommen, kann es losgehen. In einer aufgeräumten Liste bekommt man die möglichen Ziele dargestellt. Dabei kann man auch mehrere AirPlayLautsprecher parallel ansprechen. Insofern steht auch dem Multiroom vergnügen – wie hier ja schon thematisiert – nichts im Weg.

Nun kann man in eine beliebige Anwendung – zum Beispiel Spotify – wechseln und die Musik kommt aus den zuvor ausgewählten AirPlay-Lautsprechern – und aus dem Handy. Die Lautstärkeregelung des Telefons bewirkt dabei nur, dass beides leiser wird, Telefon und AirPlay-Lautsprecher.

Des Rätsels Lösung ist das Lautsprecher-Icon in der Ansicht, in der man auch die AirPlay-Lautsprecher auswählt. Drückt man darauf, verstummt das Gedudel aus dem Telefon.

Ich bin glücklich. Denn sowas habe ich die ganze Zeit über gesucht. Und jetzt höre ich noch ein wenig Musik!

Update Wie Martin – scheinbar einer der Entwickler? – grade in den Kommentaren schrieb, wird die Version 2.0 der App in gut zwei Wochen auf uns losgelassen. Dann ohne die Limitierung auf gerootete Geräte und auch für Android in den 2er Versionen. Danke Martin, ich bin gespannt!

Update 2 Man wird auch in Version 2.0 ein gerootetes Gerät benötigen. Da war ich in meinem letzten Update etwas zu vorschnell.