Remoteless – Android, AirPlay und OSX -> Multiroom Audio

Mal wieder etwas Neues zum Thema Multiroom-Audio mit Android.

Nachdem ich mein iPad3 verkauft habe und mir ein Nexus 7 als – mehr als vollwertigen – Ersatz zugelegt habe, ( ein Post hierzu ist in Arbeit) besitze ich kein einziges iOS Gerät mehr. Damit ist meine hier zuletzt geschilderte Lösung für mich nicht mehr nutzbar, da diese als Fernbedienung ein iOS-Gerät erfordert.

Ich hätte mich also damit abfinden können meine Musik nur noch vom MacBook aus zu steuern. Oder ich hätte mich auf die Suche nach einer neuen Lösung für meine geänderte Ausgangssituation machen können. Letzteres brachte mich zu Remoteless. Hierbi handelt es sich um eine App, mit der man Spotify auf dem Rechner von Android-Geräten aus fernbedienen kann. Um Remoteless nutzen zu können, muss man den Remoteless Helper installieren, den es sowohl für Windows als auch für OSX gibt.

Nutzt man auf OSX auch, so wie ich es tue, Rogue Amoeba’s Airfoil, so kann man sich doppelt freuen. Denn die Apps verstehen sich bestens untereinanger. Mit der Remoteless App für Android kann man nämlich ebenfalls Airfoil verbedienen. Damit hat man – im Gegensatz zur iOS-Lösung – die volle Kontrolle in einer einzigen App.

Damit kann ich jetzt wieder meine Musik vom MacBook abspielen und von allen meinen mobilen Geräten aus fernbedienen. Dazu kann ich jetzt aus der gleichen App heraus auch noch bestimmen, in welchen Räumen die Musik in welcher Lautstärke erschallen soll.

Für mich grade die perfekte Lösung!

Musik analog und drehend.

Nach dem das Multiroom Audio Thema gelöst ist, war mir langweilig und ich brauchte etwas neues.

Darum habe ich mir einen neuen, alten Plattenspieler gekauft!

Nachdem ich mir auch einen neuen Verstärker (Yamaha RX-V775) gegönnt habe, der grade im Stereobetrieb deutlich mehr kann als sein Vorgänger (Yamaha RX-V640), verspürte ich den Drang mich mal wieder ausgiebiger mit Analoger Musik abzugeben.

Technics-SL-Q33

Technics-SL-Q33

Da der neue Amp einen Phono-Eingang hat begab ich mich also auf die Suche nach einem Dreher und wurde auch recht schnell fündig. Jetzt steht ein Technics SL-Q33 in meinem Heim. Ein Grundsolider Dirkttriebler mit Quarzsteuerung. Antrieb, Tonarm und Gehäuse sind wohl identisch mit dem bekannten Technics SL-1210MKII. Also die Kombination aus unverwüstlich und gutem Klang nur eben als Automat..

Aktuell sitzt ein Ortofon Concord System mit einer Ortofon Pro Nadel am Arm, also eher ein DJ-System. Das macht an einem Automaten natürlich wenig Sinn, vor allem weil der empfohlene Druck der Nadel bei 3-4g liegt.

Hier wird also in naher Zukunft noch nachgerüstet. Aktuell überlege ich beim Ortofon Concorde zu bleiben und mir eine entsprechende Nadel zu kaufen. Im Auge habe ich da grade die Stylus 10 und die Arkiv. Wer hier Tipps und Empfehlungen hat: Immer her damit!

Zusätzlich versuche ich noch die recht verkratzte Haube mit Nasschleifpapier und Acrylpolitur wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Das ist zumindest das, was ich nach Google-Recherche herausgefunden habe.  Ich hoffe, ich darf mich danach nicht direkt nach einer neuen Haube umsehen.

Ich besitze besaß bis vor kurzem auch keine einzige Platte. Als nächstes musste also etwas zum abspielen her. Da habe ich mich für das aktuelle Daft Punk Album Random Access Memories entschieden. Und was soll ich sagen: es klingt einfach genial von Vinyl und es macht einfach so viel mehr Spaß sich die Platte aus dem Regal zu holen und sie aufzulegen.

Damit wird Musikhören wieder zu einem richtigen Ritual, einem echten Event, auf das und über das man sich richtig freut!

Jetzt geht erst mal die Jagd auf neue, alte Platten los. Mal sehen wie weit ich meinen Sammeltrieb da im Zaum halten kann 🙂

Airplay für Android. Multiroom fähig.

Alle Audioquellen vom Android-Handy oder -Tablet an einen Airplay-Lautsprecher zu streamen, ist das einzige, was mir in meiner Androidwelt noch fehlt.

Mit AirAudio gibt es diese Möglichkeit jetzt – zumindest für gerootete Geräte. Im nicht gerooteten Zustand können zwar die Sounds, welche durch das Mikrofon aufgenommen werden, über AirPlay ausgeben werden. Eventuel noch halbwegs lustig für eine Karaoke-Party, aber für den angestrebten Zweck kaum zu gebrauchen.

Die App ist gratis im Play-Store zu haben. Nach der Installation kann man, sofern das Gerät gerootet ist, als Audioquelle System-Audio auswählen. Will man die App wirklich nutzen, fallen allerdings 4,99€ an, die man per InAppEinkauf abrücken darf. Ansonsten werden recht nervige Pieptöne eingeblendet.

Da die App aber in diesem Stadium wirklich schon beeindruckend gut funktioniert und die Möglichkeiten, die sich durch sie bieten wirklich großartig sind, ist sie den Preis meiner Meinung nach wert.

AirAudio Audioquellen

Die Wahl der Audioquelle

Wählt man System-Audio das erste mal aus, muss man der App zunächst Root-Rechte einräumen, anschließend wird eine Audio-Erweiterung installiert. Bei mir hat die Installation der Audio-Erweiterung nicht auf Anhieb geklappt. Es kam die Meldung, ich solle zuerst die Verbindung zu einem Bluetoothgerät trennen. Bluetooth war aus und es war definitiv nichts per Bluetooth verbunden. Ein Neustart hat das Problem behoben.

Wahl des AirPlay-Lautsprechers

Wahl des AirPlay-Lautsprechers

Ist diese Hürde genommen, kann es losgehen. In einer aufgeräumten Liste bekommt man die möglichen Ziele dargestellt. Dabei kann man auch mehrere AirPlayLautsprecher parallel ansprechen. Insofern steht auch dem Multiroom vergnügen – wie hier ja schon thematisiert – nichts im Weg.

Nun kann man in eine beliebige Anwendung – zum Beispiel Spotify – wechseln und die Musik kommt aus den zuvor ausgewählten AirPlay-Lautsprechern – und aus dem Handy. Die Lautstärkeregelung des Telefons bewirkt dabei nur, dass beides leiser wird, Telefon und AirPlay-Lautsprecher.

Des Rätsels Lösung ist das Lautsprecher-Icon in der Ansicht, in der man auch die AirPlay-Lautsprecher auswählt. Drückt man darauf, verstummt das Gedudel aus dem Telefon.

Ich bin glücklich. Denn sowas habe ich die ganze Zeit über gesucht. Und jetzt höre ich noch ein wenig Musik!

Update Wie Martin – scheinbar einer der Entwickler? – grade in den Kommentaren schrieb, wird die Version 2.0 der App in gut zwei Wochen auf uns losgelassen. Dann ohne die Limitierung auf gerootete Geräte und auch für Android in den 2er Versionen. Danke Martin, ich bin gespannt!

Update 2 Man wird auch in Version 2.0 ein gerootetes Gerät benötigen. Da war ich in meinem letzten Update etwas zu vorschnell.

Media@home – Multiroom mit Airfoil, Reemote und Spot Remote

Wie im letzten Artikel schon beschrieben, habe ich aktuell mehrere Ideen in Bezug auf die Lösungs meines Problems.

Die Lösung die ich aktuell im Einsatz habe ist die mit dem Einsatz der meisten Softwares, aber mit dem geringsten Einfluss auf den Geldbeutel, sofern man die bneötigten Komponenten schon zu Hause stehen hat.

Die einzigen Einschränkungen wären, dass man einen Mac als zentrale Station braucht, als Fernbedienung nur iOS-Geräte in Frage kommen und das man einen Premium-Account von Spotify benötigt.

Kurz zusammengefasst kann ich aber sagen, dass diese Lösung wirklich einfach umzusetzen ist und einen recht hohen Grad an Komfort mitbringt.

Installation und Einrichtung

Wer das ganze Setup ausführlicher nachlesen will, dem sei der Artikel bei iFun ans Herz gelegt. Ich gehe hier jetzt mal nur auf das nötigste ein.

Dann fangen wir doch mal an. Was brauchen wir denn alles für diese Lösung, wollt Ihr wissen?

Erstmal irgendeinen Rechner mit OSX, sonst geht nix, zumindest nicht mit dieser Anleitung. Dazu wären dann noch mindestens ein AirPlay fähiges Lautsprechersystem von nöten. Irgendwo muss die Musik ja schließlich auch rauskommen.

Ich habe aktuell das Boston Acoustic MC 200 Air im Einsatz und warte auf die Lieferung vom Klipsch G-17 Air. Das erste habe ich bei den Cyberdeals von Cyberport für kleines Geld abgestaubt und das letztere im Deal des Tages bei iBood für einen Bruchteil des eigentlichen Preises erstanden.

Wenn dann soweit alles an Hardware vorhanden ist, können wir zur Einrichtung schreiten.

Die Einrichtung auf dem Mac

Auf dem Mac müssen dann Airfoil, Reemote und Spot Remote installiert werden. Airfoil ist dabei kostenpflichtig und sowohl für Mac als auch für Windows erhältlich. Mit 25$ ist man dabei.

Mit Airfoil kann man die komplette Audioausgabe des Mac an beliebig viele im Netzwerk befindliche Airplay-Empfänger schicken. Damit haben wir schon einmal den Grundstein für unseren Multiroom-Ansatz gelegt.

Damit das ganze aber auch Fernbedient werden kann, werden noch weitere Apps benötigt. Zumindest eine davon, nämlich Reemote, gibt es nur für den Mac.

Reemote bietet uns die Möglichkeit Airfoil fernzubedienen. Damit kann dann von einem iDevice aus eingestellt werden, welche Lautsprecher in welcher Lautstärke Sound ausgeben sollen.

Mit Spot Remote sorgen wir dann noch dafür, dass unser iDevice auch die Spotifyinstallation auf dem Mac fernsteuern kann.

Fernbedienbar wäre dann also alles, fehlt nur noch die Einrichtung der Fernbedienung.

Die Einrichtung auf dem iDevice

Auf dem Gerät welches wir zur Fernbedienung auserkoren haben, müssen wir jetzt noch die entsprechenden Apps installieren.

Zum einen benötigen wir da Reemote, um zu bestimmen welche Lautsprecher in welcher Lautstärke Musik wiedergeben sollen.

Zum anderen benötigen wir noch Spot Remote, um unsere Spotifyinstallation auf dem Mac zu steuern.

Konfigurationsaufwand gibt es praktisch nicht. Es müssen nur alle Geräte im selben Netzwerk sein und dann finden die Apps ihren jeweiligen Gegenpart auf dem Mac. In Spot Remote muss man sich noch mit seinen Spotify-Nutzerdaten anmelden, damit man auch loslegen kann, das wars dann aber auch an Konfiguration.

Nutzbarkeit

Wenn dann das zur Fernbedienung auserkorene Gerät – bei mir das iPad – soweit eingerichtet ist, kann es mit der Musik losgehen.

Über Reemote kann man die vorhandenen AirPlay Lautsprecher getrennt ein- oder abschalten und auch jeweils die Lautstärke getrennt regeln.
Über ein einblendbares Menü kann man auch die Programme, welche auf dem Mac die Musik machen, auswählen und auch – zumindest in grundzügen – steuern.

Reemote auf dem iPad

Reemote auf dem iPad

Das funktioniert alles in allem auch recht gut und komfortabel.

Wenn man aber, so wie ich, Spotify nutzen möchte, lohnt die Installation von Spot Remote.

Spot Remote iPad

Spot Remote auf dem iPad

Damit lässt sich Spotify auf dem Mac komplett fernbedienen. Die Oberfläche sieht fast so aus wie Spotify für iOS und es lässt sich alles bequem steuern. Playlists, Radio, Suche, alles nutzbar. Die Lautstärkesteuerung erfolgt hier über die Lautstärkewippe des iOS-Geräts.

Fazit

Ich nutze dieses Setup jetzt seit etwa drei Wochen und bin komplett zufrieden. Das iPad als zentrale Fernbedienung und das MacBook als Musikzentrale haben sich jetzt schon bewährt. Die genannten Softwares und Apps laufen so gut wie störungsfrei und ich habe in allen Räumen, in denen ich es will, eine komplett synchrone Musikübertragung.

So wie es aktuell aussieht, bin ich schon mit dem ersten Setup so zufrieden, dass meine Suche zu Ende ist. Ich werde trotzdem noch mit dem raspberryPi spielen. Mal sehen was sich damit so zaubern lässt.

Wenn jemand noch Apps kennt, die das ganze Setup z.B. um Android-Geräte erweitern würden, dann her damit.