Music@home – die möglichen Lösungen

Wie im letzten Post angekündigt, stelle ich hier jetzt die möglichen Lösungen für Musikstreaming bei mir zu Hause vor.

Grob gesagt gibt es drei Alternativen:

  1. Bluetooth Lautsprecher
  2. Sonos
  3. AirPlay

Die Pros und Contras der einzelnen Lösungen stelle ich euch hier einmal kurz zusammen.

Bluetooth-Lautsprecher

Ein mögliches Setup besteht aus mehreren Bluetoothlautsprechrn, die einfach über die Räume verteilt werden.

Ein Freund empfahl mir als Reaktion auf den ersten Artikel die in diesem Blogpost beschriebenen sehr schön benamten Ozaki OM955BK/WH O!Music für knapp 145€. Da man den eh immer rumtragen würde und somit nicht in jedem Raum einen einzelnen Lautsprecher benötigte, wären dass auch schon die Gesamtkosten.

Pro

  • Einfach einzurichten
  • Von jedem meiner Geräte aus zu bedienen

Contra

  • Immer nur ein Lautsprecher aktiv
  • Sobald der Abspieler den Raum verlässt, ist die Musik aus

Insgesamt also eine – für mich – eher unbefriedigende Lösung. Auch wenn Bluetooth befähigte Lautsprecher scho für relativ kleines Geld zu haben sind.

Sonos

Die Lösung von Sonos erfüllt an sich alle meine Anforderungen, bis auf die Letzte.

Wer zum Sonos-System mehr wissen will, kann das z.B. sehr schön hier bei Caschy nachlesen.

Die Lösung von Sonos hat leider – wie schon kurz erwähnt – ein sehr großes ABER…

Es kostet einfach ‘ne Menge Geld.

Für mein Setup, bei dem ich im Wohnzimmer meine Stereoanlage als Schallquelle nutzen möchte benötige ich die folgenden Geräte:

  1. Sonos Connect, zum Streamen an die Stereoanlage 320€
  2. Play:3 fürs Schlafzimmer 279€
  3. Play:3 für Esszimmer/Küche/Bad 279€

Was dann zusammen immerhin recht happige 878€ ergibt. Es gibt die einzelnen Komponenten teilweise im Bundle etwas günstiger, alles in allem aber eine ganz schöne Stange Geld für ein “bisschen” Musik.

AirPlay-Lautsprecher

AirPlay erfüllt zwar auf den ersten Blick zwei Anforderung nach Systemübergreifender Kompatibilität und Beschallung mehrerer Räume gleichzeitignicht, aber hier gibt es kleine Tricks, mit denen man arbeiten kann.

Airfoil, Reemote, Spot Remote – die Lösung für iOS un OSX

Eine Lösung, die zwar die Android-Geräte aussen vor lässt, besteht im Einsatz meines MacBooks als Relais. Dazu benötigt man ein paar zusätzliche Apps, die man sich kaufen muss und die auf dem MacBook und einem iOS Gerät laufen müssen.

Ein Anleitung zu dieser Lösung gibt es hier bei iFun.

Mit dieser Lösung kann auf recht viele Musikquellen zugegriffen werden und es kann alles von iOS-Geräten aus fernbedient werden. Die mobilen Endgeräte sind dabei wirklich nur Fernbedienungen. Auch wenn sie das Netz wieder verlassen, läuft die Musik weiter.

Preislich ist das ganze auch im Rahmen. Benötigt werden:

Insgesamt kommt man bei dieser Lösung auf knapp 485€. Deutlich günstiger als Sonos, auch wenn man mit der Einschränkung eben muss, dass es sich nur mit iOS Geräten nutzen lässt.

Der Preis hängt natürlich ganz von den verwendeten Lautsprechern ab, aber AirPlay-Lautsprecher sind an sich oft günstiger als die Play:3 von Sonos. Die hier getroffene Auswahl erfolge alleine aufgrund von guten Angeboten und der Optik. Da kann sich dann jeder frei austoben.

Das Setup läuft bei mir aktuell störungsfrei und absolut unproblematisch. Der Sound kommt aus allen Schallquelen synchron und man kann sogar noch über den Equalizer von Airfoil am Soundsetup feilen.

Raspberry Pi mit Spotify Server

Diese Lösung lässt zwar nur Spotify als Musikquelle zu, aber dafür löst sie alle anderen Probleme.

Dafür muss man sich letztlich nur diese Lösung auf seinen Pi ziehen, konfigurieren und los geht es. An der Lösung, dass man die Musik auf mehrere AirPlay-Systeme gleichzeitig streamen kann, arbeitet der Entwickler, wie er mir über Twitter mitteilte.

Damit hätte man dann eine wunderbar flexible Lösung, die sich von jedem Gerät mit Browser aus bedienen lässt und in beliebig vielen Räumen synchron Musik streamen kann.

Benötigt werden dazu lediglich:

  • Raspberry Pi ca. 40€
  • SD-Karte ab 10€
  • Gehäuse für Pi ca. 10€ (oder man baut es sich aus Lego…)
  • Ladegerät für Pi ab 5€
  • 2* AirPlay-Lautsprecher a 229€ 458€

Diese Lösung ist mit knapp unter 530€ nur etwas teurer als die reine AirPlay-Lösung mit Airfoil und co, aber dafür erfüllt sie fast alle Anforderungen. Und beim Pi kann man sich sicher sein, dass in Zukunft Lösungen kommen werden, die noch mehr bieten werden. Wenn man will, kann man den Pi auch gleich mit raspbmc zum Videostreamen mit XBMC benutzen.

Sobald ich meinen Pi habe, werde ich das ganze auf jeden Fall mal ausprobieren und hier dokumentieren.

Fazit

Wirklich günstig ist nur die Lösung mit mehreren Bluetooth-Lautsprechern, diese ist aber auch die am wenigstens komfortable. Zumindest für mich.

Die bequemste, aber auch teuerste Lösung, stellt das Sonos-System dar. Dieses ist dabei auch noch einfach um weitere Komponenten erweiterbar. An sich wäre dies die Lösung der Wahl, für jeden der auf flexibilität und einfache Bedienbarkeit bei gutem Klang wert legt.

Ich habe mich – vor allem weil es Bastellösungen sind – dazu entschlossen erst einmal die beiden AirPlay-Lösungen auszuprobieren.

Ausführliche Berichte zu diesen beiden Lösungen und zur verwendeten Hardware kommen in Kürze.